Read Euroland: Wo unser Geld verbrennt: Wer an dem Schlamassel schuld ist, und warum wir immer zahlen müssen by Thomas Wieczorek Online

euroland-wo-unser-geld-verbrennt-wer-an-dem-schlamassel-schuld-ist-und-warum-wir-immer-zahlen-mssen

Ist uroland am Ende Droht uns die Pleite Thomas Wieczorek deckt die Hintergrnde der Wirtschafts und Finanzkrise auf und zeigt, wie dubiose Ratingagenturen, Investorenkartelle und neoliberale Politiker die europische Whrungsunion systematisch ausplndern Den Profit machen die Reichen und Mchtigen zu Lasten der Brger, die auf jeden Fall die Zeche zahlen werden Ein hochaktuelles, brisantes Buch, das endlich die ganze Wahrheit ber die urokrise ans Licht bringt Euroland Wo unser Geld verbrennt von Thomas Wieczorek aktuelle Debatten im eBook...

Title : Euroland: Wo unser Geld verbrennt: Wer an dem Schlamassel schuld ist, und warum wir immer zahlen müssen
Author :
Rating :
ISBN : B004WOTXLM
ISBN13 : -
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Knaur eBook Auflage 1 2 Dezember 2010
Number of Pages : 290 Pages
File Size : 980 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Euroland: Wo unser Geld verbrennt: Wer an dem Schlamassel schuld ist, und warum wir immer zahlen müssen Reviews

  • Dominique Voigt
    2018-11-18 10:45

    In seinem Buch "Euroland - wo unser Geld verbrennt" versucht der Autor Thomas Wieczorek auf bestimmte Zusammenhänge des Euroraumes hinzuweisen, wobei die Inhalte des Buches vor allem an ein marxistisches Pamphlet über deutsche Innenpolitik erinnern. Alles wird vom Autor kritisiert, selbst die Linkspartei. So zeigt der Autor auf, wie weit die Sparpolitik in den PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) schon fortgeschritten ist (s. Die PIIGS-Staaten - Wahrheit und Legende). Im selben Kapitel beschreibt der Autor auch die Staatspleite Argentiniens zu Beginn des neuen Jahrtausends und meint, dass die Dollar-Koppelung der argentinischen Währung eine Hauptursache der Wirtschaftskrise (S.164) in Argentinien gewesen sei. Am Beispiel Spanien zeigt der Autor, dass die Rating-Agenturen Spanien nicht deswegen heruntersetzten, weil man eine Schuldenexplosion befürchtete, sondern weil eine Rezession infolge der Sparpolitik der Regierung absehbar war (S.152). Das Thema Binnennachfrage zieht sich wie ein roter Faden durch Wieczoreks Buch. So haben Politiker wie Nicolas Sarkozy, Barack Obama, Chinas Führung und der Hedgefonds-Manager George Soros im Jahr 2010 darauf aufmerksam gemacht, dass die Sparpolitik in Euroland nicht gerade die Exporte in diese Länder steigern, sondern im Gegenteil die Konjunktur in diesen Ländern abwürgen würde (S. 71 ff.). So zitiert der Autor den Wirtschaftsweisen Peter Bofinger auf Seite 102: "Was jetzt beschlossen wurde in Berlin, steht ganz klar im Gegensatz zu dem, was der Euroraum an Wachstumsimpulsen benötigen würde... wenn alle Länder in den letzten zehn Jahren Deutschland gespielt hätten, also über zehn Jahre hinweg ihre Löhne kaum erhöht hätten, über zehn Jahre ihre Nachfrage nicht erhöht hätten, dann wären auch unsere Exporte nicht gestiegen." Der Chefökonom der UNCTAD, Heiner Flassbeck, sieht voraus, "dass diese Eurozone die nächsten fünf Jahre nicht überleben wird, wenn Deutschland nicht sofort sich diesem Problem widmet ..." Und der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman plädiert für Griechenlands Austritt aus dem Euroverbund und fordert die Einführung eines Systems flexibler Wechselkurse (S. 141). Der russische Präsident Medwedjew hält sogar einen Kollaps des Euro für möglich (S. 143). Dennis Snower, Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ist überzeugt: "Das Sparpaket ist für Griechenland kaum zu stemmen. Selbst wenn die Maßnahmen nur teilweise umgesetzt werden, droht dem Land eine Rezession oder gar Depression." IWF-Ökonomen sehen das laut Autor auf Seite 149 des Buches ähnlich. Allein der griechische Vierfachmilliardär Spiros Latsis erhält praktische ein Geschenk von 1,5 Mrd. Euro durch die Rettung der EU und des IWF (S. 150) und Waffenverkäufe der Deutschen und Franzosen an Griechenland fallen nicht in das Sparpaket. 60 % der deutschen Waren gehen nach Europa (S. 103). Für Gläubiger ist Inflation ein rotes Tuch. Die HypoRealEstate hält 7,9 Mrd. Euro an griechischen Anleihen, die WestLB über 1 Mrd. und die Commerzbank 3,1 Mrd. Griechenland und sein Privatsektor schulden deutschen Banken 45 Mrd. Euro (S. 47). Die Deutschen sind auch zu 27 % an der EZB und deren Risiken beteiligt (S.55). Im Herbst 2009 waren nach Angaben der BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich) die Franzosen mit 75 Mrd. Dollar größter Gläubiger Griechenlands, gefolgt von der Schweiz mit 64 Mrd. Dollar, Deutschland mit 43 Mrd. Dollar, USA mit 16,4 Mrd. Dollar, GB mit 12,3 Mrd. Dollar, den Niederlanden mit 12 Mrd. Dollar und Portugal mit 10,3 Mrd. Dollar (S. 54). Wieczorek geht auch darauf ein, dass Steuerhinterziehung in Deutschland immer noch ein Kavaliersdelikt ist. Erfolgreiche Steuerfahndungen bringen dem Bund bei 1 Million hinterzogenem Steuergeld 500.000 Euro, 360.000 Euro fließen durch den Länderfinanzausgleich ab und 140.000 bleiben beim überprüfendem Bundesland, was für das Bundesland scheinbar wenig motivierend ist (S. 117). Auch eine Exkursion in das Gesundheitswesen lässt sich beim Autor finden. So ist Deutschland neben Malta und Dänemark das einzige EU-Land, in dem die Krankenversicherungen immer noch ohne Prüfung zahlen, was immer die Konzerne fordern. Allein für Arzneimittel gaben die gesetzlichen Kassen 2009 etwa 30 Mrd. Euro aus (S.87). Nach EU-Definition ist arm, wem weniger als 60 % des mittleren Einkommens in einem Land zur Verfügung steht. Die Schere zwischen arm und reich geht auch für den Autor immer weiter auseinander. Um dies zu beheben, schlägt er die Wiedereinführung der Vermögenssteuer (, die dem Staat im Jahr 25 Mrd. Euro einbringen könnte) (S.120 f) sowie eine lohnende Erbschafts- und Reichensteuer, eine EU-weite Transaktionssteuer und das EU-weite Verbot von Leerverkäufen sowie höhere Löhne und Gehälter (S. 199) und staatliche Investitionen (S. 206) vor. Ferner werde Adam Smith immer gern auf sein Werk "Der Reichtum der Nationen" verkürzt, wobei er auch das moralische Werk "Theorie der ethischen Gefühle" verfasst hatte (S. 177). Zuletzt sei hier noch ein Zitat des monetären und neoliberalen Vordenkers, Milton Friedman, zum Staat (S. 22) angebracht: "Seine vorrangige Aufgabe muss sein, unsere Freiheit zu schützen sowohl gegen den äußeren Feind als auch gegen unsere Mitbürger, um mit "Law and Order" private Geschäftsbedingungen zu schützen und konkurrierende Märkte zu schützen."

  • Horst
    2018-10-20 05:33

    Wer und was regiert die EU, wer beeinflusst die Abgeordneten? Zum Wohle des Volkes, es ist die Frage "zu welchem Volk"?Kritisch, Zynisch, eben Wieczorek.

  • Irmgard Glasmeyer
    2018-11-08 09:30

    Gut geschriebenes Buch. Man erfährt schon wesentlich mehr als man eh schon wußte, wo unsere Steuergelder verbrannt werden und man sollte es schon lesen.

  • Helmut Demogalle
    2018-11-02 09:42

    Ich habe schon mehrere Bücher von Thomas Wieczorek gelesen. Es ist immer wieder erstaunlich , wie das Volk von den Regierenden verdummt wird. Euroland gefällt mir genauso gut wie seine anderen Bücher.

  • Gerd Zuehlke
    2018-10-22 05:35

    Da hat der Autor "dem Nagel auf dem Kopf getroffen!" Da hilft nur Eines um sein Geld zu sichern: sinnvoll Konsumieren, damit das Geld, welches man noch auf dem Konto hat, (NOCH) sinnvoll angelegt wird, bevor es in Griechenland, Irland, Portugall und, und, und unter die Räder kommt. Ich denke, so wie ich denken auch viele Andere und nur deshalb gibt es z.Z. in Deutschland diesen Konsumboom. Dieser wird auch gaaaanz schnell wieder abflauen.

  • HHarlekin
    2018-11-14 11:24

    Nur 3 Monate nach seiner letzten Veröffentlichung "Einigkeit und Recht und Doofheit" hat der Journalist und Autor Thomas Wieczorek, bekannt als kräftig-deftiger Hau-Drauf-Polemiker, erneut zugeschlagen, und ich muß gestehen, daß ich zuerst meine Zweifel hatte, ob es ihm nach so kurzer Zeit erneut gelingt, ein zumindest solides Buch vorzulegen. Nach der Lektüre muß ich sagen: Ja, es ist ihm gelungen. Wer sich für die politischen Verhältnisse und Zustände hierzulande interessiert, und eine klare und auch mal harte Sprache vertragen kann, kann sich dieses Werk durchaus mit Gewinn zu Gemüte führen.Drastisch-deftig und inhaltlich fundiert zieht er vom Leder, kreuz und quer durch die politische Landschaft von Berlin bis Brüssel, watscht die Bundesregierung und ihr asoziales Sparpaket genauso ab, wie die Betreiber von neoliberaler Propaganda in Wirtschaft, Politik und Medien.Den roten Faden bilden Themen wie: Stabilitätspolitik, Mißerfolg von Sparprogrammen, auch die Frage, ob "Volksvermögen" wirklich das "Vermögen des Volkes" sei beschäftigt den Autor, und, für Wieczoreck-Kenner nicht überraschend, das Trommelfeuer an Nebelkerzen neoliberaler Propaganda, mit dem Land und Bürger seit Jahren überzogen und malträtiert werden. Er befasst sich auch mit der Geschichte der Euro-Einführung, den unsäglichen Machenschaften der Rating-Agenturen (Schöner Kapitel-Titel: "Tarot-Karten, Glaskugeln und Korruption - Die Rating-Scharlatane"), die beabsichtigte Panikmache der Boulevard-Medien, gezielt geschürte Inflations-Angst etwa, der irrsinnige Sozialabbau-Wahn, weil wir uns den Sozialstaat ja lt. neoliberaler Propaganda nicht mehr leisten können, während wir uns saftige Steuersenkungen für Reiche, Verzicht auf nennenswerte Erbschafts- und Vermögenssteuern sowie drastische Steuersenkungen für Zingsgewinne oder auch die irrwitzigen Milliarden-Summen für die Banken-Rettungen sehr wohl leisten. Wieczoreck poltert gegen die menschenverachtende Beschimpfungs-Propaganda gegen Schwächere in der Gesellschaft (Kranke als Drückeberger, Arbeitslose als Sozialschmarotzer...), erklärt, was eine "politische Kartellbildung zur Rettung des Euro, koste es, was es wolle" in Brüssel bedeutet, landet bei der marktradikalen "Religion der unsichtbaren Hand".Anderenorts stellt er fest: (Zitat) "Die Pointe der Geschichte: Nicht einmal ihr Hauptziel, die Stabilität des Haushaltes, haben neoliberale Regierungen irgendwo in der westlichen Welt längerfristig erreicht - im Gegenteil. Aber nach der Methode "Frechheit siegt" suggerriert man dem Volk, daß einfach noch nicht genug gespart wird. Und da die HartzIV-Empfänger durch Kürzungen provoziert, die Großverdiener aber durch Steuergeschenke zur Leistung motiviert werden, bedeutet dies, daß die Armen noch nicht arm genug und die Reichen noch nicht reich genug sind." Wieczoreck schimpft, poltert, und räsoniert nicht nur, er belegt wie immer seine Ausführungen, in diesem Buch sogar besonders ausführlich. Weitere Kapitel heißen u. a.: "Der Schmu mit der Stabilitätspolitik", "Das Kaputtsparprogramm", "Befeuert Deutschland die Euro-Krise?", ""Allheilmittel Markradikalismus", "Was tut die Politik, und was könnte sie tun, wenn sie wollte".Man hat auch als informierter Leser durchaus seinen Spaß, denn hier schreibt ein engagierter Journalist, der selbst Spaß hat an Aufklärung der Bürger über Themen, die im Lande zum Himmel stinken. Er tut dies mit großem Faktenwissen, gewürzt mit sarkastischem Witz, Ironie und deftiger Polemik. Natürlich ist dieses Buch wiedermal eine heftige Provokation unsrer Markt-Radikalinskis, wie immer, wenn Informationen unters Volk gestreut werden, die denen nicht in ihren ideologischen Propaganda-Kram passen.Insgesamt ist das Buch mit gut 200 Seiten der wohl kürzeste Rundschlag des Autors der letzten Jahre - jedenfalls unter den Büchern die ich von ihm kenne - nichtsdestrotrotz ist es auch das Buch mit dem mit Abstand dicksten Anhang. Auf weiteren über 50 Seiten findet man u. a.: 2 Seiten Literaturliste, eine Chronologie des Euro, 419 Anmerkungen zum selbstständigen Nachforschen, ein 7-seitiges Register, macht summa summarum: Rund 250 Seiten voller Fakten, Information und deftiger Polemik, jede Menge Denkanreize die mit 8,99 € absolut nicht überbezahlt sind.

  • G.A. B.
    2018-11-16 11:25

    Der Author beschreibt in diesem Buch / diesen Büchern, wie es in unserem hübschen, kleinen Land "so zugeht" - sehr fundiert, zum Teil in sehr komischer Weise (ja, man muss auch ein wenig zum Zynismus neigen um Lachen zu können oder wollen!) und immer sehr gut erklärt.