Read Der Verlorene by Hans-Ulrich Treichel Online

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ber den Autor und weitere MitwirkendeHans Ulrich Treichel, am 12.8.1952 in Versmold Westfalen geboren, lebt in Berlin und Leipzig Er studierte Germanistik an der Freien Universit t Berlin und promovierte 1984 mit einer Arbeit ber Wolfgang Koeppen Er war Lektor f r deutsche Sprache an der Universit t Salerno und an der Scuola Normale Superiore Pisa Von 1985 1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter f r Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und habilitierte sich 1993 Von 1995 bis 2018 war Hans Ulrich Treichel Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universit t Leipzig Seine Werke sind in 28 Sprachen bersetzt....

Title : Der Verlorene
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ISBN : 9783518395615
ISBN13 : 978-3518395615
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage 13 22 November 1999
Number of Pages : 176 Seiten
File Size : 798 KB
Status : Available For Download
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Der Verlorene Reviews

  • Jens Neumann
    2018-11-14 12:09

    Als Sohn von Flüchtlingen aus Ostpreußen, wächst der Protagonist und Ich-Erzähler in den 1950er Jahren im Westfälischen auf. Gezeichnet vom Verlust und dem unklaren Verbleib ihres zweiten Sohnes Arnold, der auf der Flucht verloren gegangen ist, fristet die Familie ihr Dasein im Wirtschaftswunderland. Die Mutter von Depressionen geplagt, der Vater - als Flüchtling in Westdeutschland zum sozialen Aufstieg verdammt - stürzt sich in die Arbeit, der Sohn bleibt über und sieht seinen verschollenen Bruder mehr und mehr als Feindbild.Wundervolle, nüchterne Erzählung mit einem angenehmen Schuss Ironie!

  • Lydia Kober
    2018-11-08 09:44

    Habe es mir für die Schule gekauft und musste feststellen das der Anhang fehlt... konnte dann im Unterricht manchmal nicht mitmachen da meine Lehrer viel mit Anhang etc. arbeiten

  • Betti
    2018-11-09 11:01

    ein Buch, das in einer Zeit spielt, in der die Familien auf der Suche nach ihren Angehörigen nach dem 2. Weltkrieg waren. Eine Geschichte über eine gefühlsarme, durch die Kriegszeit und die damalige Zeit (s. das Weiße Band) egoistische und sich alles versagende Charaktere. Klar und schnörkellos geschrieben und trotzdem tauchen eine Menge Anspielungen auf

  • Otto Normal Verbraucher
    2018-10-20 04:53

    Ein bewegendes, sehr gut und anschaulich geschriebenes Buch über eine Flüchtlingsfamilie und Ihren Neustart im Westen.Die Vergangenheit prägt das Zusammenleben der Eltern und des Sohnes nachhaltig. Aus eigenen Erfahrungen sehr nachvollziehbar.

  • Mimatete
    2018-11-14 07:10

    Nein, ich möchte nicht den Inhalt wiedergeben, das wurde hier schon mehrmals zum Besten gegeben.Ich bin so froh endlich zu Treichel gegriffen zu haben. Die Art und Weise wie er die Nachkriegszeit beschreibt ist so erfrischend.Auch wenn der Autor etwas tut, was ich nicht all zu gerne habe - verpackt seine Gedanken in lange, lange Sätze - tauchte ich mit diesem Büchlein in Gewässern von atemberaubender Qualität.LESEN!

  • Nina
    2018-11-09 04:46

    Kein Buch was ich mir privat kaufen würde. Ich musste es fürs Abi lesen und es war ganz gut. Wenn man auf solch eine Art von Büchern steht ist es gut lesbar.

  • Mick de Heden
    2018-11-10 11:06

    Ich hatte mir das Buch bestellt, da ich an der Thematik interessiert war. Dann die erste Enttäuschung - ohne jeglichen Absatz wurde das Buch durch geschrieben. Mag sein, dass dies als Stilmittel durch gehen kann, aber Lesekomfort ist das auf keinen Fall. Auch von der Story her hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Der Schreibstil und die Wortwahl dagegen waren sehr gut.Hätte man besser machen können.

  • marielan
    2018-10-20 08:55

    Der Ich-Erzähler wächst in der Nachkriegszeit auf, immer im Schatten seines nie gekannten älteren Bruders, den die Eltern auf der Flucht aus dem Osten verloren hatten. Es wird nichts unversucht gelassen, den Verschollenen zu finden.Im Grunde ist es nicht nur der erstgeborene Sohn, der verloren ist; durch diesen Verlust sind alle Familienmitglieder zu Verlorenen geworden. Die Mutter befindet sich permanent in Verzweiflung und Depression, in der sie den lebenden Sohn gleichzeitig mit Liebe erdrückt und von sich fern hält. Der Vater versucht, den Riss in seinem Leben durch immer mehr Arbeit und wirtschaftliche Erfolge zu füllen. Und der Sohn wächst in dem Gefühl auf, nur zweite Wahl zu sein. Seine Kindheit und Jugendzeit sind durchzogen von dem Konflikt, seine Eltern glücklich zu sehen - was diese nur dann sein könnten, wenn der verlorene Sohn wieder auftaucht - und der Angst vor einem realen Konkurrenten. Wie ein alles beherrschender Geist schwebt der verlorene Junge über der Familie.Neben diesem konkreten Beispiel führt der Autor eine Familiensituation vor, die symptomatisch für die Nachkriegsgeneration ist: Begriffe wie Schuld und Scham liegen über denen, die den Krieg und seine Folgen erlebt haben, und werden an die Kinder, auch an die nach dem Krieg geborenen, vererbt. Materieller Erfolg wird großgeschrieben - verständlich, wenn man schon einmal alles verloren hat, und das Alte wird niedergerissen, ohne nach dessen Wert oder Bedeutung zu fragen.Besonders anzumerken ist der pointierte, überraschende Schluss: Kein Wort zuviel.