Read Der rote Hahn: Dresden im Februar 1945 by Walter Kempowski Online

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Aus einer F lle von Briefen, Tageb chern, Aufzeichnungen namenloser und prominenter Zeitgenossen, aus Bildern und Dokumenten hat Walter Kempowski in jahrelanger Arbeit sein monumentales Echolot geschaffen Eine bis dahin noch nie geleistete Rekonstruktion von Alltagsgeschehen und historischen Ereignissen einer besonders dramatischen Epoche der deutschen Geschichte, die bei ihrem Erscheinen f r Furore sorgte Und Kempowski arbeitete weiter an seiner gewaltigen Collage, im Herbst 1999 erschien der zweite Teil des Echolots , die Fuga furiosa , deren Schlusspunkt die Bombardierung Dresdens bildet.Wie wohl kaum ein zweites Ereignis der deutschen Geschichte hat sich diese traumatische Erfahrung in das kollektive Ged chtnis der Nation eingegraben Walter Kempowski nimmt dies zum Anlass, um in dem Band Der rote Hahn die Quellen zum 13 und 14 Februar 1945 um neues Material erg nzt zu pr sentieren....

Title : Der rote Hahn: Dresden im Februar 1945
Author :
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ISBN : 3442728428
ISBN13 : 978-3442728428
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : btb Verlag 1 November 2001
Number of Pages : 384 Seiten
File Size : 778 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der rote Hahn: Dresden im Februar 1945 Reviews

  • Adolf Knoblich
    2019-05-09 11:07

    Mit der Familie erlebte ich die totale Vernichtung im Zentrum der Stadt beim Einfahren des Zuges von Breslau kommend und Weitwerfahrt nach München.Wir lagen im Freien (Frebruar) und dabei erwischte es meinen Zwillingsbruder. Durch Bombensplitter wurde sein linker Arm abgerissen.4 Angriffe waren es.Das Buch brachte es sehr gut wie die Praxis in Wirklichkewit war.Ich besitze 2 weitere Bücher dazu. Aber Kemposki bringt es gut zum Punkt. Eine wirklich wahrhafte gut recherierte Aufzeichnung.Adolf Knoblich Eichenau

  • vandi
    2019-05-17 12:15

    Hier wird Geschichte lebendig! Die Briefe und Tagebucherinnerungen werden hautnah erlebt. Nachkriegsgeborene sollten das Buch unbedingt lesen. Die authentischen Schilderungen ganz normaler Bürger lassen den Leser das Inferno miterleben.vandi

  • Classic Bird
    2019-04-23 15:23

    Was wurde nicht geschrieben, gemutmaßt, gezürnt und gewertet rings herum um das für die Stadt Dresden ohne Zweifel prägendste Ereignis der letzten 100 Jahre. Noch heute entzweiht die Frage nach Ursachen, Ablauf und vor allem Verhältnismäßigkeit der alliierten Bombardements an Faschingsdienstag (13.2.) und Valentinstag (14.2.) 1945 die Menschen in der Stadt mehr als dass sie zusammenschweißte.Walter Kempowski (1929-2007) verzichtet auf scharfe Analysen, ermüdende Quellenreiterei, spitzfindige Schlussfolgerungen und Bewertungen, die letztlich doch alle an dem abstrakten Begriff der Schuld und an dem Umstand scheitern müssen, dass der Tod eines unschuldigen Menschen letztlich immer gleich schlimm ist."Wie konnte das geschehen?" Fragt Kempowski in seinem Vorwort - und antwortet im Grunde schon selbst, in dem er fortfährt: "Ein solches Maß an Zerstörung läßt sich doch nicht abtun mit einem Hinweis auf Ursache und Wirkung, oder etwa mit dem Achselzucken so mancher Nachkriegsdeutscher: Selber schuld..."Kempowski wählt einen anderen Weg. Er lässt jene berichten und ein ungleich schärferes, eingängigeres und vor allem zutiefst menschliches Bild von den nur schwer fassbaren Ereignissen jener Tage zeichnen, die selbst in den Kellern hockten, auf das Niedersausen und die Detonationen der Bomben lauschten und um ihr eigenes und das Leben ihrer Lieben zitterten, die durch Feuerhöllen irrten und - die nackte Existenz gerade so gerettet - vor den Trümmern ihrer Heime standen. So mancher erkannte in jenen Stunden auch seinen verheerenden Irrweg.Und plötzlich geht es nur noch am Rande um Dresden. Vielmehr treten Schrecken und Leid des Krieges hervor, wie sie überall und immer diejenigen heimsuchen, die schutzlos sind: die Kinder, die Alten, die Frauen, die Versehrten. Ob nun in Dresden, Hamburg, Coventry oder Leningrad. Die eingespielten Lageberichte aus der Reichskanzlei (Hitler, Goebbels, Semler usw.) sowie mitschnitte von Pressekonferenzen rücken das Erlebte der Menschen immer wieder in den geschichtlichen Kontext, sodass sich am Ende ein erschütterndes Protokoll der (Selbst-)Zerstörung ergibt - am Beispiel Dresdens in schauriger Weise illustriert.Kempowski spricht mit seinem Buch aber auch dem alten, dem untergegangenen Dresden seine Verehrung aus. Gemeinsam mit den Erzählenden, zu denen neben Schülern, Luftschutzhelfern, Feuerwehrmeistern, Polizisten, alliierten Kriegsgefangenen und ganz normalen Bürgern auch Prinz Ernst Heinrich von Sachsen und Victor Klemperer gehören, geht man durch Straßen und an Gebäuden vorbei, die heute nicht mehr existieren. Viele kleine Abschiede von einer einzigartigen Stadt.

  • Marie-Francoise Humbert
    2019-04-23 08:10

    Kempowski beherrscht die Erzählkunst. Das brennende Dresden ist ein finsteres Kapitel in der Menschengeschichte, sowie die Bombardierung von London und aller grossen deutschen Städte.

  • Mugface
    2019-04-24 16:26

    Walter Kempowski ist es mit diesem Buch gelungen, einen realistischen Einblick in die Ereignisse des 13. und 14. Februar 1945 zu gewähren - und das gänzlich ohne eigene Kommentare. Die Quellen sprechen für sich. Briefe und Aufzeichnungen von direkt Betroffenen, Berichte der Reichsbehörden und Hitlers Eintragungen in sein Tagebuch sind in loser Folge zusammengestellt und zeigen in erschreckender Deutlichkeit das Große Leid der Dresdner und der vielen Flüchtlinge, die zur Zeit der Angriffe in Dresden lebten und die Ignoranz, Verbortheit und menschliche Kälte, die die Nazi-Regierung angesichts dieser Tragödie offenbarten.Auch wenn dieses Buch, wie Kempowski schon im Vorwort sagt, bereits das "zigtausendste" seiner Art ist und sicher noch viele folgen werden hat es durchaus seine Berechtigung, weil hier anhand authentischer Quellen ein realistischer Blick auf die Bewohner von Dresden vor, während und nach der Katastrophe gegeben wird.