Read Niemands Mutter: Eine wahre Geschichte by Gunter Haug Online

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Herbst des Jahres 1889 Die kleine Anna ist erst sieben Jahre alt, als ihre Mutter stirbt Den Vater kennt sie nicht In der N he von Rothenburg ob der Tauber w chst sie bei ihrer Patentante in rmlichsten Verh ltnissen auf immer auf der Suche nach der Mutterliebe, die ihr aber niemand ersetzen kann.Niemands Mutter erz hlt die Geschichte eines Lebens zwischen Liebe und Entt uschung, Zutrauen und Entfremdung Ein zutiefst anr hrendes Buch, in dem Gunter Haug die Geschichte seiner Urgro mutter Anna Reingruber schildert.Ein Leben voller Entbehrungen und Sehnsucht gemeistert mit bewundernswerter Kraft und St rke....

Title : Niemands Mutter: Eine wahre Geschichte
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ISBN : 9783404616008
ISBN13 : 978-3404616008
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Bastei L bbe Bastei L bbe Taschenbuch Auflage 6 10 Oktober 2011
Number of Pages : 464 Seiten
File Size : 590 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Niemands Mutter: Eine wahre Geschichte Reviews

  • m. e. naumann
    2019-02-23 20:57

    Ja die Männerwelt hat Spaß und die Frauen werden verurteilt, gedemütigt u. benachteiligt. Und eben nicht NUR in jener Zeit, wir sind doch längst wieder auf diesem Weg! Frauen haben still zu sein und als Gebärmaschine zu funktionieren - heute gibt es bei Nichtfunktion eben Strafbeiträge in Sozialkassen - wie sich die Bilder gleichen! Und die Krönung sind die Scheinheiligkeiten der Kirchen, damals wie heute....An manchen Stellen dieser Geschichte wurde ich richtig wütend und immer gab es doch menschen, auch in höheren Stand, die die Welt richtig sahen und Hilfe, Trost und dem Bösen die Stirn boten. Es ist schlicht aufregend, eine Familiengeschichte auszugraben und spekulativ zu verfolgen. Wer weiß, wie viele solcher Geschichten noch im Verborgenem liegen....

  • M. Hackl
    2019-02-18 18:05

    ...und zugleich ein sehr guter Einblick in das Leben der damaligen zeit (Endes des 19. Jahrhunderts). Gunter Haug hat sich auf Spurensuche begeben. Auf die Suche nach seiner Familie, genauer gesagt.In diesem Buch erzählt er das Leben seiner Urgroßmutter Anna Reingruber, die schon sehr früh (mit 7 Jahren) ihre Mutter verloren hat. Ihren Vater hat sie nie gekannt, er war der Bruder eines Gastwirts und hat ihre Mutter (eine Dienstmagd im selben Haus) mehr oder weniger vergewaltigt. Das Resultat war Anna, was deren Vater jedoch völlig egal war. Er hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Seine Mutter, sein Bruder und dessen Frau jedoch nahmen Barbara (Annas Mutter) und das Kind bei sich auf, zur Großmutter entwickelte Anna eine tiefe Bindung. Als diese starb, fiel Anna sozusagen in ein Loch. Wenige Monate nach deren Tod starb dann auch noch Annas Mutter, was das Loch, in dem Anna noch steckte, tiefer und tiefer werden ließ. Anna wurde von ihrer Patentante aufgenommen und lebte dort einige Jahre. Doch auch hier war das Glück und das Familienleben nicht von langer Dauer. Annas Patentante, selbst Dienstmagd, und ihr Mann arbeiteten auf einem Bauernhof und mussten diesen verlassen, als wieder ein Kind unterwegs war. Doch Anna, die inzwischen schon 14 war, musste auf dem Hof zurückbleiben und als Dienstmagd arbeiten (Das war damals in diesem Alter üblich, wenn man aus ärmlichen Verhältnissen kam). So fristete sie ein paar Jahre lang ihr Dasein, wieder mal auf sich allein gestellt, und wurde schließlich von einem Bauernsohn schwanger. Das Leben wurde dadurch für sie natürlich nicht gerade einfacher...Doch ich will hier nicht den ganzen Inhalt erzählen, lest es selbst nach. Ihr werdet es nicht bereuen! Wenn man lebendige Geschichte erleben möchte, sollte man zu diesem Buch greifen. In einem Geschichtsbuch findet man Familiengeschichte so sicher nicht.

  • Joachim Dittrich
    2019-02-26 14:57

    Ja, das Buch hat etwas ergreifendes und nachdenklich machendes. Ich kontne es kaum noch weglegen.Positiv ist der gut gegliederte Stammbaum, der beigefügt ist, den man auch wirklich zu Hilfe nehmen sollte. Erstaunlich war die einfallslosigkeit der einfachen leute bei der Namensgebung ihrer Kinder, noch stark geprägt von der tradition, die Namen der Großeltern/Eltern weiterzugeben. Erschreckend auch die Naivität der Mägde und Knechte, was Liebeleien und auch das Weltbild anbelangt.Das Buch ließ mir die Landschaft rund um die Schandtauber noch lebendiger erscheinen, ein Eintauchen in die Vergangenheit läßt sich damit gut bewerkstelligen. Den Schandhof sehe ich nun mit ganz anderen Augen, wenn ich an ihm vorbeiwandere.Etwas nervig war jedoch der Hang des Autors in den Kapiteln immer wieder Ereignisse aus vorangegangenen Kapiteln zu wiederholen bzw. noch weiter durchzukauen.Es ist ein lebendiges Buch, das einen guten Blick in die Verhaltensschemata, Normen und Gebräuche meiner Heimat vor hundert Jahren gestattet. Gut gemacht, Gunter Haug.

  • Marita Beckmann
    2019-03-09 21:09

    Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte von einer armen Landarbeiterin um die Jahrhundertwende. Die Armut, die viele Arbeit, der karge Lohn, meist nur für ein Bett zum Schlafen und Essen, das kaum reicht, ohne Fleisch natürlich, viel zu einseitig, was zu Mangelerscheinungen führt usw.Wenn man das liest, kann man sich kaum vorstellen, dass das alles nur vor einer Generation war.Meist wurde in den Familien nicht darüber gesprochen und wenn man in einem Alter ist, dass man wirkliches Interesse an seinen Vorfahren (Großeltern, Urgroßeltern) hat, sind diese bereits tot.Da hilft dieses Buch, sich überhaupt eine Vorstellung davon zu machen, wie ärmlich und bescheiden diese Vorfahren gelebt haben.Und, wie bereits erwähnt, es ist noch nicht sehr lange her. Kaum zu glauben in unserer jetzigen schnelllebigen Zeit.

  • Monika Schaller
    2019-03-13 22:02

    Wer Niemands Tochter gelesen hat, sollte unbedingt auch dieses Buch lesen. Ganz toll geschrien

  • Alfred Schmitz
    2019-02-19 19:00

    Dieses Buch war so toll geschrieben, das man das Gefühl hatte, dabei gewesen zu sein. Es zeigt einem auf, das die "ach so gute, alte Zeit" nicht wirklich so gut war und man froh und dankbar sein sollte, in der heutigen Zeit geboren worden so sein. Mich hat dieses Buch zum nachdenken angeregt und kann es nur weiter Empfehlen.Werde auch die anderen Bücher von Gunter Haug lesen ...

  • Monika Herrmann
    2019-03-03 23:08

    diese biografie führt weiter in haugs familiengeschichte ein. "niemands mutter" versetzt den leser in die zeit vor "niemands tochter" und beleuchtet eine fast vergessene welt, in der armut und einfachheit an der tagesordnung waren.man versteht ebenso die polit. hintergründe und handlungen auf leicht vermittelte art besser, auch wenn haug episch manchmal ein wenig breit erzählt.deshalb ist das buch für leser geeignet, denen es nicht um action zu tun ist, sondern die sich noch zeit nehmen für ein erzählendes buch.

  • Conny W.
    2019-02-22 16:01

    Wer "Niemands Tochter" gelesen hat, für den ist "Niemands Mutter" ein Muss. Gunter Haug versteht es, den Leser zu fesseln und da er den Bezug zum Heute beibehält in diesem Buch, ist alles glaubhaft nachvollziehbar. Ein Buch, wo man mit den Personen mitleidet und viel von dem bestätigt bekommt, was mir meine Großmutter aus ihrer Jugend berichtet hat. Schön!